Schnachgeräte als Helfer gegen das Schnarchen?

SchnarchgeräteSchnarchen ist viel mehr als nur eine Angewohnheit, es ist eine Störung des Schlafes, die sowohl für den Betroffenen als auch für den Partner oder die Kinder zur Belastung werden kann. Da das Schnarchen in den meisten Fällen nicht bemerkt wird, kann daran auch nichts geändert werden. Schnarchgeräte können hier jedoch Abhilfe schaffen.

Wann sind Schnarchgeräte sinnvoll?

Bevor zu Schnarchgeräten gegriffen wird, ist es wichtig abklären zu lassen, wo die Ursache für das Schnarchen liegt. Hierfür sollten Betroffene beim Arzt Untersuchungen durchführen, die ausschließen, dass eine behinderte Nasenatmung als Grund für das Schnarchen in Frage kommt. Sollte dies ausgeschlossen werden können oder die behinderte Nasenatmung bereits korrigiert worden sein, dann können Schnarchgeräte eine gute Wahl sein.

Die verschiedenen Varianten

Die klassischen Schnarchgeräte sind die sogenannten Rüttel-Geräte, die auf dem Markt in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich sind. Diese Geräte sind so konzipiert, dass sie den Schnarcher in der Nacht, wenn das Schnarchen stark zugenommen hat, durch das Rütteln wecken. Ziel ist es, durch die Weckimpulse einen Lerneffekt zu erzielen, der dafür sorgen soll, dass der Schnarcher aufhört zu schnarchen. Experten sind sich jedoch nicht einig darüber, inwieweit die Geräte wirklich einen Sinn haben. Als negatives Beispiel kann hier angesehen werden, dass die betroffene Person immer wieder aus dem Schlaf aufgeweckt wird und es so nicht zur Entspannung kommt.

Die Alternative für Schnarchgeräte

Wer nicht zu einem Schnarchgerät greifen möchte, der kann auch eine Alternative nutzen. So kommt beispielsweise häufig die Unterkiefer-Protrusionsschiene zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um eine Schiene, die den Unterkiefer in einer bestimmten Position hält. Durch diese Position hat die Zunge keine Möglichkeit, nach hinten zu fallen und auf diese Weise eine Blockade für die Atemwege darzustellen. Der Wirkungsgrad bei dieser Schiene ist optimal und kann das Schnarchen um 50% bis hin zu 100% reduzieren.

Das Lagerungstraining nutzen

Patienten, die nur in einer bestimmten Lage schnarchen, können ein Lagerungstraining nutzen. Es ist gar nicht so untypisch, dass beispielsweise nur bei der Rückenlage das Schnarchen einsetzt. Daher kann es durchaus Sinn machen, ein solches Training einzusetzen. Es gibt spezielle Westen, die verhindern können, dass sich der Patient in die Rückenlage begibt. Die Westen sorgen dafür, dass der Patient sich in der Rückenlage wohlfühlt und diese so unbewusst gar nicht mehr einnimmt. Das Training kann auf Dauer Erfolg haben und das Schnarchen so reduzieren.

Eine Spange für das Gaumensegel

Schließlich gibt es noch die Spange für das Gaumensegel, die jedoch häufig als unangenehm empfunden wird. Hier wird eine Spange an das Gaumensegel als Fixierung angesetzt und damit der Luftkanal freigehalten, der sich hinter dem Gaumensegel befindet. Wenn der Luftkanal durch das Gaumensegel verschlossen und geöffnet wird, kann es zum Schnarchen kommen. Die Vibrationen, die durch einen Widerstand am Luftdurchlass hervorgerufen werden, sind das laute Schnarchen.

Welche der genannten Lösungen für einen Patienten optimal ist, ist abhängig davon, wann er wie stark schnarcht. Gerade die Schienen haben schon hohe Erfolge gebracht und zudem sind sie einfach in der Handhabung für den Betroffenen und wenig störend für den Patienten.

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